Wie berechnet man die Abiturnote? Der ultimative Guide
Von Block I bis Block II: Alles was du über die Berechnung deines Schnitts und die optimale Punktegewichtung wissen musst.

Das Geheimnis der 900 Punkte im Abitur
Die Berechnung der Abiturnote in Deutschland wirkt auf den ersten Blick wie höhere Mathematik. Aber keine Sorge: Das System folgt einer klaren Struktur. Insgesamt kannst du im Abitur maximal 900 Punkte erreichen. Diese teilen sich auf zwei große Säulen auf: Block I (die Qualifikationsphase) und Block II (die eigentlichen Abiturprüfungen).
1. Block I: Die Qualifikationsphase (max. 600 Punkte)
In den letzten beiden Schuljahren (in der Regel Halbjahr 11/1 bis 12/2 bzw. 12/1 bis 13/2) sammelst du die Grundlagen für dein Abitur. Je nach Bundesland musst du etwa 32 bis 40 Kurse in diese Wertung einbringen.
- Pflichtkurse: Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache müssen fast immer eingebracht werden.
- Punktemaximum: Wenn du in allen eingebrachten Kursen die Bestnote von 15 Punkten erreichst, kommst du auf rechnerisch 600 Punkte.
- Bestehensgrenze: Du musst in Block I mindestens 200 Punkte erreichen. Zudem darfst du eine bestimmte Anzahl an "Unterkursen" (weniger als 5 Punkte) nicht überschreiten (meist maximal 20% der eingebrachten Kurse).
2. Block II: Die Abiturprüfungen (max. 300 Punkte)
Der zweite Block besteht aus deinen Abiturprüfungen (meistens 4 oder 5 Fächer, aufgeteilt in schriftliche und mündliche Prüfungen).
- Gewichtung: Deine Noten in den Abiturprüfungen werden in der Regel vier- oder fünffach gewertet.
- Bestehensgrenze: Hier musst du insgesamt mindestens 100 Punkte erzielen. In mindestens zwei Prüfungsfächern (darunter meist ein Leistungskurs) musst du mindestens 5 Punkte in einfacher Wertung schreiben.
Die offizielle Umrechnungstabelle (Punkte zu Notenschnitt)
| Abiturpunkte | Notenschnitt (Dezimalnote) |
|---|---|
| 823 - 900 | 1,0 |
| 769 - 822 | 1,1 - 1,3 |
| 661 - 768 | 1,4 - 1,9 |
| 505 - 660 | 2,0 - 2,9 |
| 349 - 504 | 3,0 - 3,9 |
| 300 - 348 | 4,0 (Gerade noch bestanden) |
💡 Insider-Tipp zur Notenoptimierung
Viele Schüler wissen nicht, dass sie durch geschicktes "Klammern" oder "Streichen" von bestimmten Kursen ihren Schnitt verbessern können. Wenn du beispielsweise in Kunst oder Musik eine schlechte Note hattest, musst du diese Kurse oft nicht einbringen, solange du deine Mindestanzahl an Kursen in anderen Natur- oder Geisteswissenschaften erfüllst. Nutze hierfür am besten einen digitalen Notenrechner, um verschiedene Szenarien durchzuspielen!
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